Spendenergebnis der Weihnachtsaktion 2014:

9.500 Euro  

Vielen Dank an alle die gespendet haben.

Die Familie Zimmermann freut sich über den Erlös der Adventskalender-Aktion von 9.500 Euro. Das Bild zeigt (von links) Johanna Sonnenschein, Nadja Zimmermann, Interessengemeinschaft-Sprecher Rainer Engelhardt, Thomas Zimmermann, Susanne Zimmermann und VdK-Kreisvorsitzender Heinz Hausmann.  

Die Interessengemeinschaft Stockheimer Geschäftsleute gestaltete zum vierten Mal einen Adventskalender in Form einzeln beleuchteter Fenster.                                                                                                                  Dabei wurde eine Spendensumme von 9.500 Euro für Thomas Zimmermann erzielt.

Stockheim- Berührende Momente in Stockheim: Thomas Zimmermann und seine Ehefrau Susanne konnten es mit ihren beiden Töchtern Nadja und Jessica kaum glauben, welche Hilfsbereitschaft ihrer Familie zuteil wurde. Stand auf dem vorbereiteten Spendenscheck zunächst die schon fast unglaubliche Summe von 8.115 Euro, waren es am Ende schließlich gar 9.500 Euro, die der Familie übergeben wurden. „Mir fehlen die Worte. Das ist der Wahnsinn. Ich kann nur Danke sagen“, meinte Susanne Zimmermann mit Tränen in den Augen. Sie und ihr Ehemann bedankten sich insbesondere bei den Fensterpaten sowie den Organisatoren für ihren Arbeitsaufwand, dem VdK, der ihre Familie als Spendenempfänger vorgeschlagen und selbst gespendet hatte, sowie allen anderen großzügigen Spendern. Einige Spender hätten ihr - außerhalb der Aktion - zusätzlich einen Geldbetrag überreicht. Diese überwältigende Anteilnahme sei für ihre Familie eine große Motivation, mit der Krankheit weiter wie bisher umzugehen und weiter zu kämpfen. Mit dem Geld  will die Familie eine Rollstuhl-Rampe für ihr Haus anschaffen.    

An 24 Abenden war jeweils ein Fenster in der Gemeinde Stockheim von einem Fensterpaten feierlich eröffnet worden. Die Eröffnung startete mit einer kleinen Darbietung. Es folgte ein geselliges Beisammensein bei Plätzchen und warmen Getränken. An jedem dieser Abende waren die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft mit ihrer Spendenbox vor Ort und sammelten bei den Gästen. Am Samstag überbrachten der Sprecher Rainer Engelhardt sowie Oliver Kraus - seitens der Interessengemeinschaft - mit der Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Stockheim-Neukenroth, Johanna Sonnenschein, sowie VdK-Kreisvorsitzenden  Heinz Hausmann der Familie die frohe Kunde und diese freute sich riesig! Anschließend erfolgte in der Pizzeria Capri in Burggrub der Abschluss der Adventskalender-Aktion 2014.

„Sinn und Zweck der Adventskalender-Aktion war es, dass die Großgemeinde Stockheim noch mehr zusammenwächst“, so Bürgermeister Rainer Detsch. Der Adventskalender sollte etwas Ruhe und Beschaulichkeit in die immer stressiger und hektischer werdende Vorweihnachtszeit bringen. Schließlich sei Weihnachten ein Fest der Begegnung, des Zusammenkommens und der Gemeinschaft. Dass die in Verbindung mit dem Benefizcharakter im Landkreis einmalige Aktion nunmehr bereits im vierten Jahr in Folge habe initiiert werden können, sei dem Einsatz vieler zu verdanken. Neben den Fensterpaten und allen Spendern galt sein Dank den Protagonisten der Interessengemeinschaft Rainer Engelhardt, Oliver Kraus und Katharina Kraus für die Organisation. Ein dickes Dankeschön zollte er Johanna Sonnenschein, die mit Sigrid Schank wiederum den Stein ins Rollen gebracht hatte sowie Heinz Hausmann. Rainer Engelhardt freute sich über das erneut großartige Ergebnis, das insbesondere Leistung der Fensterpaten sei, die das Geld mit ihrer Arbeit „erwirtschaftet“ hätten. Der Kalender sei, wie er ausführte, zunächst lediglich als Event in der Vorweihnachtszeit gedacht gewesen – in Form eines lebendigen Adventskalenders, um die Leute zusammenzubringen. Erst später sei die Spenden-Idee dazugekommen. Da es eine Aktion der Bevölkerung der Gemeinde Stockheim sei, wollte man, dass das Geld auch hier verbleibe. „Die Saison ist lang und sie macht Arbeit. Aber sie macht auch sehr viel Spaß“, bekundete er. Deshalb wolle man sie auch weiterführen. Erfreulicherweise hätten sich schon wieder sieben Fensterpaten für 2015 gefunden. „Ihr seid ein leuchtendes Beispiel“, würdigte Heinz Hausmann und auch Johanna Sonnenschein zeigte sich sehr stolz auf die Stockheimer.

Bei der Spendensumme von 9.500 Euro handelt es sich einerseits um 6.600 Euro in der - während der Aktion im Umlauf gewesenen - Spendenbox. Zudem gingen 2.765 Euro auf dem bei der Gemeinde eingerichteten Spendenkonto ein – so 500 Euro von der Spedition Lenker, 100 Euro von der Firma Wolf Wasser & Wärme, 100 Euro von Silke Meißner-Krause, 250 Euro vom ambulanten Pflegedienst Elisabeth Baierlein sowie 50 Euro von den Patienten des Pflegedienstes als auch 300 Euro vom Chor „Spirit Voices". Zudem spendeten der VdK-Ortsverband Stockheim-Neukenroth sowie der VdK-Kreisverband Kronach jeweils 250 Euro als auch die Gäste der Weihnachtsfeier des VdK Ortsverbands Stockheim-Neukenroth 150 Euro. Mit weiteren anonymen Spenden kamen insgesamt 9.365 Euro zusammen, die von der Interessengemeinschaft auf 9.500 Euro aufgestockt wurden. Nach dem kleinen Festakt erfolgte die symbolische Schließung der Burggruber Adventsfenster, bevor die diesjährige Saison mit einem gemütlichen Beisammensein in der Pizzeria endete.        

Das Geld kommt Thomas Zimmerman zugute. Der 54-Jährige leidet an einem Tumor an der Halswirbelsäule (Ependynom). 1989 wurde er in Würzburg operiert. Er war danach eineinhalb Jahre krank. Trotz Schmerzen und Beschwerden hat er wieder - auf eigene Verantwortung hin - gearbeitet. Da er in seinem alten Beruf nicht mehr tätig sein konnte, arbeitete er als Fernfahrer, um seine Familie mit zwei Kindern zu ernähren und das Haus abbezahlen zu können. Seit Dezember 2005 hat er nach einem Zusammenbruch eine totale Bewegungseinschränkung. Bestrahlungen und Therapien folgten. Eine erneute Operation lehnte jeder Arzt wegen des hohen Risikos ab. 2008 wurde festgestellt, dass der Tumor weiter gewachsen ist. Eine Operation ist weiterhin nicht möglich. Thomas Zimmermann ist komplett bettlägerig und kann nicht laufen. Seine Ehefrau Susanne macht Heimarbeit, um über die Runden zu kommen. hs